Streifenpolizisten sind immer die ersten!

Georg Scharpenack, Geschäftsführer von Ulbrichts Protection auf dem Europäischen Polizeikongress, erläutert die aktuellen Anforderungen an Schutzhelme für die Polizei und inwieweit Titan-Helme mehr Schutz bieten – insbesondere gegenüber ballistische Waffen. (Foto: BS/Dombrowsky)

„Polizisten im Streifendienst sind immer die ersten, die vor Ort sind und sie erwartet das Unerwartete. Deswegen brauchen sie auch den Schutz vor dem Unerwarteten“, betont Georg Scharpenack, Geschäftsführer von Ulbrichts Protection auf dem Europäischen Polizeikongress. Neben der Schutzausrüstung spielt auch die Kommunikation zwischen den Polizisten eine große Rolle.

Neben Schlag- und Stichwaffen kämen auch immer mehr ballistische Waffen zum Einsatz gegen Polizisten. Deshalb bräuchten die Schutzhelme auch einen Schutz vor Projektilen. „Titan ist ein Metall, welches die Hälfte von Stahl wiegt und härter ist als Blei. Beim Aufprall einer Kugel zersplittert diese in tausend Einzelteile. Die Restenergie wird vom Helm absorbiert und der Kopf bleibt unverletzt“, erläutert Scharpenack.

Des Weiteren sei es sinnvoll die Kommunikationsmedien weiterzuentwickeln, sagte Andreas Noack, CEO von heinekingmedia GmbH und stashcat. „Der Digitalfunk kann auch ohne Netz funktionieren, aber das Smartphone bietet weitere Möglichkeiten“, so Noack. Fahndungsbilder verschicken oder über Bots Kennzeichen überprüfen lassen, seien Optionen, die bereits verwirklicht werden könnten. Entscheidend sei nur: Das Smartphone brauche eine App, die datenschutzkonform sei, die alle Polizisten miteinander vernetze und die nicht Arbeit sowie Privates miteinander vermische. Die Zukunft der Polizeikommunikation sehe er in einem hybriden Medium, welches sowohl den Funk als auch darüber hinaus die weiteren Anwendungsmöglichkeiten abdecke.