„Vernetzen ist das Stichwort unserer Zeit.“

Warnte vor den Gefahren der fortschreitenden Vernetzung: BfV-Präsident Dr. Hans-Georg Maaßen. (Foto: BS/Dombrowsky)

„Vernetzen ist das Stichwort unserer Zeit.“ Schließlich kenne dieser Prozess heutzutage keine Grenzen mehr. Darauf wies der Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz (BfV), Dr. Hans-Georg Maaßen, hin. Aber auch Terroristen und Kriminelle machten sich die Entwicklung zunutze und vernetzten sich immer stärker im Cyber-Raum. Dort träfen islamistische Propagandisten kaum auf Hindernisse und seien zudem von den Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) nur sehr schwer dingfest zu machen. Deshalb seien solche Räume eine „große sicherheitspolitische Herausforderung“, unterstrich Maaßen.

Entwicklung hält auch mehrere Bedrohungen bereit

Des Weiteren machte der BfV-Chef auf zahlreiche Gefahren aufmerksam, die aufgrund der Vernetzung drohten. Dazu zählten u.a. Desinformationskampagnen, durch Nachrichtendienste initiierte und gesteuerte Kampagnen zur Gewinnung von Informationen über Unternehmen mithilfe von Cyber-Spionage und Datendiebstahl sowie sogenannte Cyber-Zeitbomben. Darunter versteht Maaßen Sabotageversuche durch ausländische Nachrichtendienste und private Hacker auf Kritische Infrastrukturen (KRITIS). Grundsätzlich warnte der Präsident des Bundesverfassungsschutzes in Hinblick auf die fortschreitende Vernetzung: „Wir sind verwundbar in einem Raum, den wir kaum kontrollieren und dessen Akteure wir kaum dingfest machen können.“ Aus diesem Grunde sei hier eine Kooperation aller BOS erforderlich.