Anforderungen an die Ausrüstung der Sicherheitskräfte

Sie sind die Lebensversicherung der Sicherheitskräfte und deshalb müssen sie besonders robust sein. Aber was bedeutet “Robustheit” im Kontext von Waffen? (Foto: Dirk Vorderstraße, CC BY 2.0, flickr.com)

“Beim G20-Gipfel sind zum ersten Mal Spezialeinheiten mit Sturmgewehren durch die Stadt gegangen, um die Sicherheit der Bürger zu gewährleisten”, so Bernd Heinen, Inspekteur der nordrhein-westfälischen Polizei auf dem Europäischen Polizeikongress. Die Ausrüstung der Sicherheitskräfte müsse für jegliche Situation vorhanden sein, aber gleichzeitig kompakt. (08.02.2018)

Die Ausrüstung, insbesondere die Waffen, müsse Umwelteinflüssen trotzen, zuverlässig und funktionssicher sein: Dies bedeute, dass sie einer Temperaturspanne von 100°C, einem niedrigen Luftdruck, niedriger bis hoher Luftfeuchtigkeit und unterschiedlichen Wellenlängen standhalten könne. Genauso führen mechanischen Einwirkungen – also die Benutzung der Ausrüstung – zu Verschleiß, erläutert Dr. Jörn Hennemann, aus dem Marketingbereich für Militär, Polizei und Sport von Schmidt & Bender.

Waffentests: Sand, Wasser und Eis

“Wir müssen zwar Kompromisse finden, aber nicht bei der Sicherheit und Zuverlässigkeit einer Waffe. Diese ist die Lebensversicherung der Sicherheitskräfte”, betont Dr. Matthias Weber von Heckler & Koch. Deshalb würden Waffen Sand-, Temperatur-, Regen-, gefrierenden Regen-, und Schlammtests unterzogen. Wobei der extremste Stress für die Waffe, der Test unter Wasser sei.

Hennemann sagt außerdem: “Es braucht einen Dialog zwischen Sicherheitskräften und Industrie, um das gleiche Verständnis für “robust” zu entwickeln. Darauf aufbauend, können gemeinsame Werte, Prüf- und Testverfahren sowie Normen entwickelt werden, um die Robustheit und Langlebigkeit zu garantieren.”