Startseite

SAVE THE DATE

21. Europäischer Polizeikongress in Berlin
06.-07. Februar 2018, bcc Berliner Congress Center

Die Straftatbestände haben sich im Laufe vieler Jahrzehnte nicht verändert. Was sich geändert hat, sind die Tatmittel und Werkzeuge. Es muss mehr Verknüpfungen geben zwischen denen die Prävention und denen die Repression betreiben. Ein konsistentes Konzept ist erforderlich, das Familienpolitik seine Wirkung entfalten lässt und wenn notwendig mit den Behörden, die Repression ausüben, kooperiert. Aber auch neue Instrumente und neue Ermittlungsmethoden sind unerlässlich. Dazu gehört auf Seiten der Sicherheitsbehörden der vollumfängliche Einsatz von digitalen Werkzeugen, wo andere Mittel nicht wirken können.


 

Europäischer Polizeikongress feierte 20-jähriges Jubiläum

Der Europäische Polizeikongress beging in diesem Jahr einen runden Geburtstag. Am 21. und 22. Februar 2017 fand er zum mittlerweile 20. Mal im Berlin Congress Center (bcc) am Alexanderplatz statt. In diesem Jahr stand er – nicht zuletzt aufgrund des Flüchtlingszustroms und der latenten Terrorgefahr – unter dem Motto „Europa grenzenlos? Freiheit, Mobilität, Sicherheit“.

Diesem Leitthema folgend haben hochrangige Vertreter von Sicherheitsbehörden unter anderem über die künftige Entwicklung Europas im Sicherheitsbereich debattiert. Als Referenten begrüßt werden konnten unter anderem Bundesinnenminister Dr. Thomas de Maizière (CDU) sowie der EU-Kommissar Dimitris Avramopoulos, die die Tagung offiziell eröffneten, des Bundesministers für Inneres der Republik Österreich, Mag. Wolfgang Sobotka, der Exekutivdirektor der Europäischen Agentur für die Grenz- und Küstenwache (FRONTEX), Fabrice Leggeri, und der Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz (BfV), Dr. Hans-Georg Maaßen.
Zu gemeinsamen europäischen Antworten auf Cyberangriffe sprach der Präsident des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), Arne Schönbohm. Internationale Expertise brachten unter anderem Prof. Dr. Peter Neumann, Direktor des Internationalen Zentrums für die Erforschung von Radikalisierung am Londoner King’s College, die Direktorin des schweizerischen Bundesamtes für Polizei, Nicoletta della Valle, und die Präsidentin der Einheit für justizielle Zusammenarbeit der Europäischen Union (Eurojust), Michèle Coninsx, ein.
Neben Fragen der Grenzsicherung und einer Diskussionsrunde der Landesinnenminister wurde auch das Thema Community Policing beleuchtet. Zu der entsprechenden Podiumsdiskussion gehörten die Polizeipräsidenten Berlins, Kölns und Münchens, Klaus Kandt, Jürgen Mathies und Hubertus Andrä. Moderiert wurde die Debatte vom Vorsitzenden des Bundestags-Innenausschusses, Ansgar Heveling. Über die internationalen Erfahrungen damit berichteten der Wiener Landespolizeivizepräsident, General Karl Mahrer, und der Amsterdamer Polizeichef, Pieter-Jaap Aalsberg.

Referenten 2017 waren u.a.:

Neben diesem hochkarätig besetzten Hauptprogramm fanden auch mehrere Fachforen zu unterschiedlichsten Fragestellungen statt. Dabei äußerten sich zum Beispiel der Leiter des European Cybercrime Centre bei Europol, Steven Wilson, zu Entwicklungen im Bereich Kriminalistik 2.0. Der Problematik der Gewalt gegen Vollzugsbeamte widmete sich der stellvertretende Bundesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Dietmar Schilff. Auf Herausforderungen im Zusammenhang mit internationalen Polizeimissionen kam der niedersächsische Landespolizeidirektor, Knut Lindenau, zu sprechen. Weitere Themen der Fachforen waren zum Beispiel vorausschauende Polizeiarbeit, digitale Ermittlungen und Forensik sowie die Ausrüstung und Ausstattung von Polizeibeamten.

Wie in den Vorjahren auch fand parallel zum Hauptprogramm des zweiten Kongresstages ein Anwenderforum für Angehörige der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) statt. Die Vorträge der Veranstaltung widmeten sich der All-IP-Transformation im Bereich des Digitalfunks und der Zukunft der mobilen Breitbandkommunikation.
Ebenfalls Tradition hat die Verleihung des „Zukunftspreises Polizeiarbeit“. Dieser wurde bereits zum fünften Mal verliehen und war mit insgesamt 5.000 Euro dotiert. Mit der Ehrung werden jedes Jahr herausragende Abschlussarbeiten (Diplom-, Bachelor-, Master-Arbeiten) von Studenten in den Fachhochschulbereichen Polizei, Justizvollzug und Sicherheitsmanagement sowie kriminologischer Institute der Universitäten ausgezeichnet.